Was ist Akupunktur?

Anwendungsgebiete bei Hund und Katze
Akupunktur kann bei verschiedenen Erkrankungen und Beschwerden helfen, insbesondere:
- Muskuloskelettale Erkrankungen: Arthrose, Hüftdysplasie, Ellenbogendysplasie, Bandscheibenprobleme
- Neurologische Störungen: Lähmungen, Nervenschmerzen, Cauda-Equina-Syndrom
- Schmerzlinderung: Chronische Schmerzen, postoperative Heilung
- Magen-Darm-Probleme: Durchfall, Verstopfung, Reizdarmsyndrom
- Hauterkrankungen: Allergien, Juckreiz
- Verhaltensprobleme: Stress, Angst, Unruhe
Wie wirkt Akupunktur?
- Fördert die Durchblutung und den Stoffwechsel
- Löst Muskelverspannungen und Blockaden
- Reduziert Entzündungen und Schmerzen durch Endorphinausschüttung
- Unterstützt das Immunsystem und die allgemeine Regeneration

Behandlungsablauf
- Erstuntersuchung durch einen Tierarzt
- Setzen der Nadeln an spezifischen Akupunkturpunkten für die gutes Fachwissen erforderlich
- Dauer: ca. 15 bis 30 Minuten pro Sitzung
- Mehrere Sitzungen nötig für nachhaltige Wirkung
Nebenwirkungen & Risiken
- In der Regel sehr gut verträglich
- Gelegentlich Müdigkeit oder leichte Empfindlichkeit an den Einstichstellen
- ollte nur von geschulten Therapeuten durchgeführt werden
Voraussetzungen:
- Der Patient muss kooperativ sein. Bei aggressiven und ängstlichen Tieren macht die Behandlung keinen Sinn
- Der Besitzer muss mit dem Tier bei akuten Erkrankungen anfangs mind. 2 bis 3x wöchentlich in der Praxis erscheinen. Bei chronischen Erkrankungen ist eine Behandlung je nach Fall 1 bis 4x/Monat notwendig – über einen langen Zeitraum.

Fazit
Akupunktur ist eine sanfte, wirkungsvolle Ergänzung zur Schulmedizin, besonders bei chronischen Schmerzen und funktionellen Störungen. Sie kann die Lebensqualität des Hundes erheblich verbessern.
Bei Katzen ist in der Praxis die Akupunktur nur selten möglich, da sie viel zu angespannt in einer fremden Umgebung sind. In Einzelfällen ist eventuell die Behandlung mit einem Akupunktur-Dioden-TherapieLaser möglich.