Frühe Diagnose vermeidet irreversible Schäden:
Die Blutdruckmessung

1. Früherkennung von Erkrankungen
Viele Krankheiten verlaufen anfangs symptomlos. Die Blutdruckmessung ermöglicht es, frühzeitig pathologische Veränderungen zu erkennen und rechtzeitig zu handeln. Besonders Bluthochdruck (Hypertonie) ist eine „stille Gefahr“, die oft erst entdeckt wird, wenn bereits Organschäden bestehen.
2. Schutz lebenswichtiger Organe
Ein dauerhaft erhöhter Blutdruck kann zu schweren Organschäden führen, insbesondere an:
- Nieren: Chronische Nierenerkrankungen können durch Hypertonie beschleunigt werden.
- Herz: Ein hoher Blutdruck kann eine Herzinsuffizienz begünstigen.
- Gehirn: Bluthochdruck erhöht das Risiko für neurologische Schäden (Gleichgewichtsstörung, Apathie, Desorientierung, einschließlich plötzlicher Erblindung.
- Augen: Netzhautschäden (Retinopathie) und Blutungen im Auge sind mögliche Folgen.
Durch regelmäßige Blutdruckkontrollen lassen sich diese Organe gezielt schützen!
3. Essenziell für Risikopatienten
Bestimmte Tiergruppen haben ein höheres Risiko für Blutdruckprobleme und profitieren besonders von regelmäßigen Messungen:
- Senioren (ältere Hunde und Katzen haben häufiger Hypertonie).
- Tiere mit chronischen Krankheiten (z. B. Nierenerkrankungen, Diabetes, Hyperthyreose).
- Herzpatienten (Überwachung der Kreislauffunktion).
- Postoperative Patienten (Blutdruckkontrolle zur Vermeidung von Kreislaufproblemen nach OPs).

4. Beitrag zur Therapieüberwachung
Tiere mit Bluthochdruck benötigen oft eine medikamentöse Behandlung. Die Blutdruckmessung ermöglicht die Überprüfung der Wirksamkeit der Therapie, sodass die Dosierung individuell angepasst werden kann.
5. Normale Blutdruckwerte
- Hund: 110 – 160 (Systolischer Druck (mmHg)) | 60 – 100 (Diastolischer Druck (mmHg)) | 85 – 120 (Mittlerer Druck (mmHg))
- Katze: 120 – 170 (Systolischer Druck (mmHg)) | 70 – 110 (Diastolischer Druck (mmHg)) | 90 – 130 (Mittlerer Druck (mmHg))
- Hypertonie (Bluthochdruck): Systolischer Druck über 180 mmHg.
- Hypotonie (niedriger Blutdruck): Systolischer Druck unter 90 mmHg.
6. Blutdruckmessung wie oft?
- Gesunde erwachsene Katzen (3-6 Jahre): Möglichst 1x / Jahr, evtl. 2x bis zum 6. Lj. (zur Erfassung individueller Normalwerte und zum Training)
- Gesunde ältere Katzen und Hunde (7-10 Jahre): jährlich
- Gesunde geriatrische Katzen und Hunde ( >10 Jahre): Halbjährlich bis jährlich
- Katzen mit Risikofaktoren bzw. erkrankt an
Nierenerkrankung, Schilddrüsenüberfunktion, Diabetes, Herzerkrankungen oder in Behandlung mit Kortison, Schmerzmittel: Umgehend / Und alle 3 – 6 Monate zur Kontrolle
Deswegen empfehlen wir dringend bei allen Katzen ab 3 Jahren und älteren Hunden eine solche Vorsorgeuntersuchung durchführen zu lassen.
7. Ablauf
- Vereinbaren Sie einen speziellen Termin in unserer Praxis.
- Sie werden keine Zeit im Wartezimmer verbringen, sondern sich sofort mit Ihrer Katze oder Ihrem Hund in einem ruhigen, vorbereiteten Behandlungszimmer aufhalten.
- Nach kurzer Eingewöhnung von 10 min. werden wir die Blutdruckmessung in Ruhe und entspannt durchführen. Dazu verwenden wir eine Blutdruckmessgerät der neusten Generation, eine High Definition Oszillometrie (HDO-Messung).
- Eine Blutdruckmessung kostet ca. 65,- bis 70,- € inkl. Auswertung und Beratung und dauert insgesamt ca. 20-30 Minuten, die eigentliche Messung aber nur wenige Minuten.