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Katzenkastration

Wann ist der richtige Zeitpunkt für eine Kastration bei Katzen?

Es gibt verschiedene Meinungen bezüglich des richtigen Zeitpunkts für eine Kastration bei Katzen. In der überwiegenden Zahl der Fälle werden Katzen nach der ersten Geschlechtsreife bzw. nach der ersten Rolligkeit kastriert, das heißt bei der Katze ab einem Alter von 6 - 10 Monaten. Beim Kater  findet die Kastration hier meist mit 8 - 10 Monaten statt. Die Geschlechtsreife beim Kater lässt sich meist daran erkennen, dass die Tiere damit beginnen, ihr Revier mit Urin zu markieren. Wer diesen markanten unangenehmen Geruch nicht in der Wohnung haben will, sollte vor der Geschlechtsreife mit dem 5.-6. Lebensmonat kastrieren.

Wer seine Katze vor der ersten Rolligkeit kastriert haben möchte, sollte dies zw. dem 4. und 5. Lebensmonat durchführen lassen. Studien haben auch ergeben, dass auch eine Kastration vor dem 4. Lebensmonat möglich und unkompliziert ist.

Was passiert bei einer Kastration?

Bei der Kastration der Katze und des Katers handelt es sich um zwei verschiedene Eingriffe: Während beim Kater die Hoden entfernt werden, werden bei der Katze die Eierstöcke herausgenommen. Fälschlicherweise wird für die Kastration der weiblichen Katze häufig der Begriff Sterilisation verwendet, was aber lediglich das Abbinden der Eileiter oder Samenleiter bezeichnet. Dies verhindert zwar eine mögliche Trächtigkeit, der Zyklus der Katze bleibt aber weiterhin aktiv und die Rolligkeit tritt mit allen Begleiterscheinungen unverändert auf.

Was sind mögliche Risiken einer Kastration bei Katzen?

Die Kastration ist kein problematischer Eingriff. Es handelt sich dabei um einen Routineeingriff.

Jedoch hat die Kastration hormonelle Veränderungen zur Folge: Nach der Kastration sinkt bei vielen Katzen der Energiebedarf um ca. 30%. Gleichzeitig steigt aber der Appetit, sodass ein erhöhtes Risiko für Übergewicht die Folge ist. Dabei handelt es sich nicht nur um einen „Schönheitsfehler“, denn Übergewicht kann bei Katzen zu weiteren Krankheiten wie z.B. Gelenkerkrankungen, Diabetes mellitus und Harnsteinen führen und sich somit deutlich auf die Lebenserwartung, die Gesundheit und das Wohlbefinden auswirken.

Was sind die Vorteile einer Kastration?

Die Kontrolle über möglichen Nachwuchs ist der Hauptgrund für eine Kastration. Außerdem gibt es eine Reihe anderer, positiver Nebeneffekte:

  • Durch Kastration wird der Verbreitung von Geschlechtskrankheiten und Infektionskrankheiten entgegengewirkt
  • Kater werden weniger aggressiv und verlieren den starken Drang, ihr Revier zu vergrößern und nach außen zu verteidigen. Revierkämpfe nehmen deutlich ab, das Markieren des eigenen Territoriums durch Urin wird eingestellt
  • Das Risiko für Autounfälle oder Jagdunfälle, die aufgrund von ausgedehnten Streifzügen geschehen können, verringert sich durch das verkleinerte Revier
  • Eine kastrierte Katze ist im Allgemeinen zutraulicher gegenüber Menschen und hält sich in der Regel in der Nähe der Wohnung oder des Hauses auf. Oftmals wird sie anhänglicher und verschmuster, die Mensch-Tier-Beziehung kann sich enger entwickeln.

Wie kann ich das Risiko für Übergewicht kontrollieren?

Es gibt speziell für kastrierte Katzen entwickelte Futtermittel, die sowohl den gesunkenen Energiebedarf als auch den gestiegenen Appetit der Tiere berücksichtigen. Diese entsprechenden Nahrungen haben einen reduzierten Energie- und Fettgehalt und sorgen gleichzeitig durch eine ausgewählte Kombination von Ballaststoffen dafür, dass ein langes Sättigungsgefühl vorhält. Das ausgewogene Nähstoffprofil stellt außerdem sicher, dass die Katze in der richtigen Menge mit allen Nährstoffen versorgt wird, die sie benötigt.

Was muss ich nach einer Kastration beachten?

Bieten Sie Ihrem Tier zu Hause Wasser an. Eine kleinere Futtermenge darf am Abend angeboten werden, wenn die Operation vormittags/mittags stattgefunden hat.

Sorgen Sie zu Hause für Ruhe an einem warmen Platz. Spielende Kinder und aufdringliche Haustiergenossen sollten fern gehalten werden.

Es ist empfehlenswert, dass die Katzen in 2 Tagen zu einer Nachkontrolle in der Praxis vorstellig werden. Kater brauchen nicht zu Kontrolle.

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