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Entspannte Katze?

Das Abwehrverhalten ängstlicher Katzen kann schnell in Aggression umschlagen – mit allen negativen Folgen für die Untersuchung und deren Ergebnisse.

 

Ein hoher Anteil der Katzen zeigt Angst in den Tierarztpraxis. Je nach Erfahrungen wird eine ängstliche Katze auf die Untersuchung mit Fluchtversuchen, Übersprungshandlungen, Erstarren oder Aggression reagieren. Um den Tierarztbesuch möglichst sicher und stressarm zu gestalten, sind nicht nur Maßnahmen in der Tierarztpraxis selbst, sondern häufig auch schon Veränderungen im Umgang mit der Katze zu Hause und bei der Vorbereitung des Transportes in die Praxis erforderlich.

 

Meist wird der Transportkorb unzugänglich für die Katze aufbewahrt und erst für die Fahrt zum Tierarztbesuch hervorgeholt. Dieses führt dazu, dass die Katzen den Transport nur mit unangenehmen Dingen wie die Autofahrt verbinden und sich deshalb gegen den Korb wehren. Besser ist es den Transportkorb als    normalen Bestandteil der Wohnung aufzustellen. Das freiwillige Aufsuchen des Transportkorbes kann durch besonders schmackhaftes Futter, durch beliebtes Spielzeug oder mit dem Clickertraining gefördert werden. Wenn die Katze den Transportkorb mehrmals freiwillig aufgesucht hat, kann man beginnen den Korb kurz zu schließen, sie mit Leckerchen belohnen und die Tür wieder zu öffnen bevor die Katze unruhig wird. Nach und nach wird der Korb länger verschlossen – anfangs nur wenige Sekunden, danach einige Minuten. Bleibt die Katze entspannt, wenn der Korb einige Minuten verschlossen bleibt, kann man damit beginnen den Korb vorsichtig zu bewegen. Es hat sich besonders bewährt, die Übungseinheiten kurz vor der Fütterungszeit  auszuführen, den Korb wenige Meter zu tragen und dann vor dem gefüllten Fressnapf der Katze abzusetzen. So entsteht die Verknüpfung: „Mit den Korb getragen werden bedeutet, es gibt gleich Futter.“

Bleibt die Katze beim Tragen innerhalb des Hauses ruhig, kann damit begonnen werden die Katze nach draußen zu tragen und ins Auto zu stellen. Sobald die Katze auch hierbei ruhig bleibt wird der Katzenkorb gut verschnallt ins Auto gestellt und es werden kurze Strecken gefahren, bei denen der Katze Futter angeboten wird. Nach der Fahrt wird die Katze wieder vor ihrem Futternapf abgesetzt.

Für die Fahrt in die Tierarztpraxis sollte die Katze weitgehend nüchtern sein, da so die Übelkeit bei der Autofahrt vorgebeugt wird und die Wahrscheinlichkeit größer ist, dass die Katze auch in der Praxis Futter annimmt.

Beim Tragen des Korbs sollte darauf geachtet werden, dass man nicht mit dem Korb anstößt, diesen ruhig trägt und der Korb mit einer Decke zugedeckt und so vor den äußeren Reizen schützt.

 

Bei der Auswahl des richtigen Transportkorbes sollte auf einige Punkte geachtet werden:

In dem Transportkorb sollte eine Decke liegen, mit dem bekannten Geruch von zu Hause und der leicht zu reinigen ist. Außerdem sollte der Korb so groß sein, dass die Katze seitlichen Wandkontakt halten kann – wie in einer Höhle – und von oben geschützt ist. Bei einigen Katzen reicht auch ein Kissenbezug in den sie sich verkriechen können. Die Öffnung des Korbes sollte gut langsam und leise zu öffnen sein und so groß sein, dass man nicht in die Höhle der Katze hineingreifen muss (KEINE Weidenkörbe!!!) Sollte die Katze schon einmal eine schlechte Erfahrung in einem Korb gemacht haben, sollte man dieses durch einen neuen ersetzten.

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